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Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller
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(d.
14 Ocak
1892 Lippstadt/Almanya
- ö.
6 Mart
1984
Wiesbaden/Almanya)
Alman ilahiyatçý, Alman
Protestan Kilisesi'nin
nazilerle iþbirliði yapmasýna muhalefet
eden kilisenin (Bekennende Kirche) yöneticisi ve Dünya Kiliseler Konseyi
(Bugün Dünya Ökumen Kiliseler Konseyi) baþkaný. Önceleri inanmýþ bir
Nasyonal Sosyalist Alman Ýþçi Partisi
seçmeni olan Niemöller, daha sonra kiliseler arasý kavgalarda kendisini
geliþtirerek nasyonal sosyalizm karþýtý bir direniþçi olmuþtur.
1937 yýlýnda tutuklanarak Sachsenhausen
Toplama Kampý'na götürüldü.
“ Naziler komünistleri götürdüklerinde
sustum. Çünkü ben komünist deðildim.
Sendikacýlarý götürdüklerinde sustum. Ben sendikacý da deðildim.
Sosyalistleri içeri aldýklarýnda sesimi çýkarmadým. Ben sosyalist
deðildim.
Yahudileri tutukladýklarýnda sustum. Çünkü ben yahudi deðildim.
Beni götürdüklerinde, geride artýk karþý çýkabilecek kimse kalmamýþtý. ”
Martin Niemöller
(1892-1984)Theologe
- 1892
- 14. Januar: Martin Niemöller wird in Lippstadt/Westfalen als Sohn
eines Pfarrers geboren.
- 1900
- Die Familie zieht nach Elberfeld.
- 1910
- Abitur mit Auszeichnung.
- 1910-1919
- Dienst in der Kaiserlichen Marine.
Im
Ersten Weltkrieg Dienst in der
U-Bootwaffe. Seit 1918 ist er U-Boot-Kommandant.
- 1919
- Niemöller weigert sich, U-Boote als
Reparation nach England zu überführen
und verlässt die Marine.
Beginn des Studiums der Theologie in Münster.
Heirat mit Else Bremer. Aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor.
- 1920
-
Freikorps-Kommandant im Kampf gegen
aufständische Arbeiter im Ruhrgebiet.
- 1924
- Ordination zum protestantischen Geistlichen.
Niemöller wird Geschäftsführer der "Inneren Mission" in Westfalen.
- 1931
- Anstellung als Pfarrer in Berlin-Dahlem.
Niemöller unterstützt zunächst die
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
(NSDAP), gerät aber mit der Partei in Konflikt, als sie die
Gewaltherrschaft etabliert.
- 1933
- Im Herbst schließt sich Niemöller mit 70 Pfarrern im
"Pfarrernotbund" zusammen, der sich gegen die Ausgrenzung von Christen
jüdischer Herkunft aus dem kirchlichen Leben und gegen die Verfälschung
biblischer Lehre durch die nationalsozialistischen
Deutschen Christen wehren soll. Schon
bald übernimmt Niemöller den Vorsitz der neuen Organisation. Aus dem
Notbund geht schließlich die
Bekennende Kirche hervor, zu deren
aktivsten Mitgliedern Niemöller zählt.
- 1934
- Beteiligung an einem Treffen der deutschen Kirchenführer mit
Adolf Hitler.
Da er den
Arierparagraphen aus religiösen Gründen
ablehnt, wird Niemöller kurz darauf von seinen Ämtern enthoben und
erhält Redeverbot. Er leistet dem aber nicht Folge, sondern hält weiter
Predigten.
Mai: Auf der 1. Synode der Bekennenden Kirche in Barmen gibt diese sich
mit der nach Entwürfen von Prof. Dr. Karl Barth (1886-1968) verfassten
"Barmer Erklärung" ein theologisches Fundament.
- 1935
- Niemöller wird zusammen mit mehreren hundert Pfarrern, die sich
gegen Angriffe des NS-Ideologen
Alfred Rosenberg gewandt hatten,
verhaftet und kurzzeitig festgehalten.
- 1937
- 1. Juli: Niemöller wird erneut verhaftet und schließlich im
Konzentrationslager Sachsenhausen
inhaftiert.
- 1941-1945
- Niemöller wird 1941 in das Konzentrationslager
Dachau verlegt, aus dem ihn 1945
amerikanische Truppen befreien.
Gegen seine Verhaftung und die Überführung ins Konzentrationslager
protestieren zahlreiche Geistliche und gläubige Christen. Im Ausland
sieht man in Niemöller vielerorts ein Zeugnis des ungebrochenen Willens,
der NS-Diktatur Widerstand zu leisten.
- 1945
- Mitglied des Rates der "Evangelischen Kirchen in Deutschland" (EKD).
Wahl zum Präsidenten des Kirchlichen Außenamtes.
Niemöller vertritt neben anderen im Stuttgarter Schuldbekenntnis die
These von der Mitschuld der evangelischen Kirche am Nationalsozialismus.
- 1946
- Teilnahme an der Sitzung des Weltkirchenrates in Genf.
Vortragsreise durch die USA. In zahlreichen Gesprächen und Diskussionen
drängt Niemöller auf Verständigung im beginnenden
Kalten Krieg.
- 1947
- Ernennung zum Kirchenpräsidenten der evangelischen Landeskirche in
Hessen und Nassau.
Reisen nach Norwegen und Dänemark.
- 1950
- Auseinandersetzung mit Bundeskanzler
Konrad Adenauer über die Folgen der
Wiederbewaffnung.
Wiederwahl als Kirchenpräsident.
- 1951
- Predigt- und Vortragsreisen in die DDR und Jugoslawien, denen viele
Besuche in die Ostblockländer folgen. Ehrungen dieser Staaten nimmt
Niemöller zwar an (z.B. zwei Leninpreise, DDR-Friedensmedaille), seine
Ablehnung gegenüber dem Kommunismus bleibt aber bestehen.
- 1952
- Niemöller wird vom russisch-orthodoxen Patriarchen Alexius nach
Moskau eingeladen. Seine Bitte, als Seelsorger für
deutsche Kriegsgefangene bleiben zu
dürfen, wird jedoch abgelehnt.
- 1955
- Aufgabe des Sitzes im Rat der EKD, nachdem seine Arbeit auf der
Weimarer Generalsynode scharf kritisiert worden war.
- 1958
- Wiederwahl als Kirchenpräsident.
Teilnahme am ersten
Ostermarsch der Friedensbewegung von
London zum Kernforschungszentrum Aldermaston.
- 1959
- Mit der Aussage, "Und darum ist heute die Ausbildung zum Soldaten
die hohe Schule der Berufsverbrecher", stößt Niemöller auf heftige
Kritik. Verteidigungsminister
Franz Josef Strauß erstattet Anzeige
gegen ihn.
- 1961
- Niemöller wird zu einem der sechs Präsidenten des Weltkirchenrates
gewählt.
Ehefrau Else stirbt bei einem Autounfall, er selber wird schwer
verletzt.
- 1964
- Nach 17 Jahren tritt Niemöller von seinem Amt als Kirchenpräsident
zurück.
- 1967-68
- Ehrenpräsident des Weltfriedensrates. Während eines Besuches in
Jerusalem erleidet Niemöller einen Herzinfarkt.
- 1971
- Verleihung des Großkreuzes des Bundesverdienstordens.
Heirat mit Sibylle von Sell.
- 1972-76
- Auszeichnung mit der Albert-Schweitzer-Friedensmedaille.
Teilnahme an der Vietnam-Demonstration in Bonn.
Mitbegründer des Komitees für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit.
Teilnahme an der Vollversammlung des Weltkirchenrates in Nairobi/Kenia.
Niemöller wird zum Ehrenpräsidenten der deutschen Friedensgesellschaft
gewählt.
- 1977
- Gründung der Martin-Niemöller-Stiftung in Wiesbaden.
- 1980-83
- Niemöller ist Mitinitiator des "Krefelder Appells", der die
Bundesregierung auffordert, in der
NATO auf einseitige Abrüstung und
Verzicht der Stationierung amerikanischer Atomraketen in Europa zu
drängen.
Mitbegründer der "Bibliothèque Internationale de la Paix" in
Sarreguemines/Elsass.
Verleihung der
Ossietzky-Medaille.
- 1984
- 6. März: Martin Niemöller stirbt in Wiesbaden.
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- (db/iz/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland
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